Gesucht: Das Projekt-Auto. Wer Sommerfrische genießen möchte, kauft ein Cabrio. Wer nicht lange nach Parkplätzen suchen will, nimmt einen Kleinstwagen. Und was für Autos eignen sich für An-, Um- oder Ausbau?
Je mehr desto besser
Eines gleich vorweg: Der Smart ist es nicht. Denn auch wenn Heckklappen offen stehen und der Smart for two nach oben Luft hat, werden die Balken des Hobby-Handwerkers noch meterlang herausragen. Ein überladenes Auto kann zwar lustig aussehen, aber auch schnell gefährlich werden. Fahrer von Cabrios sollten lieber die Lieferkosten für die neue Schrankwand in Kauf nehmen, anstatt ein Schlackern in der Lenkung zu provozieren. Und dass Dachgepäckträger auch nur für ein Maximalgewicht konstruiert wurden, sollte jeden davon abhalten, die neue Couch aufs Dach zu schnallen.
Von „verrückt“ hin zu „lebensmüde“ sind es nur ein paar Zentimeter. So stoppte die Aachener Polizei vor ein paar Monaten zwei Handwerker, die ihre Montageleiter auf ebenso simple wie effiziente Weise zum Arbeitsort transportierten: Die Kopfstütze vom Beifahrersitz nahm der Meister ab, ließ seinen Azubi Platz nehmen und stülpte ihm dann die Trittleiter über. Das Arbeitsmittel endete kurz vor der Windschutzscheibe und ragte auf der anderen Seite über die Heckklappe hinaus. Ein Heckaufprall, und der Beifahrer wäre geköpft worden.
Polizeifoto: Von verrückt bis lebensmüde
Ob Profi oder Hobby-Handwerker: Wer einmal erlebt hat, wie leichtfüßig monströse Farbeimer sich bei plötzlichen Richtungsänderungen fortbewegen können, widmet der Vorbereitung eines Materialtransports deutlich mehr Aufmerksamkeit und berücksichtigt ein paar gute Tipps beim Beladen seines Transports. Doch noch besser als die Zweckentfremdung eines Kleinwagens oder einer Limousine als Baustellenfahrzeug ist – gleich das passende Auto anzuschaffen. Das Auto zum Projekt, sozusagen.