Seine Qualitäten: sehr fest und tragfähig, leichte Bearbeitung, guter Wärme-, Schall- und Brandschutz
Das beliebte Baumaterial trägt auch zur Kostensenkung im Rohbau bei. Denn als Leichtgewicht unter den Massivbaustoffen wird es auch von Selbstbauern geschätzt.
Porenbeton ist ein aus einheimischen mineralischen Rohstoffen hergestellter Massiv-Baustoff. Die Ausgangsstoffe sind quarzhaltiger Sand, Zement und/oder Kalk als Bindemittel. Unter Zugabe von Wasser und geringen Mengen porenbildender Stoffe (400 Gramm/Kubikmeter Aluminiumpulver oder -paste) wird der aus diesen Rohstoffen bestehende "Kuchen" nicht gebrannt, sondern bei nur zirka 200 Grad gehärtet. Dabei entsteht aus einem Kubikmeter Rohstoff die fünffache Menge Porenbeton. Das Baumaterial ist trotz seines relativ geringen Gewichts sehr fest und tragfähig. Es bietet einen etwas besseren Schallschutz als andere Baustoffe mit dem gleichen Flächengewicht. Auf Grund seiner mineralischen Zusammensetzung ist Porenbeton nicht brennbar.
Aus Porenbeton kann der gesamte Rohbau eines Hauses entstehen, bis hin zu vorgefertigten Dachelementen. Eine solche homogene Bauweise bietet den Vorteil, dass sich viele konstruktive und bauphysikalische Schwachstellen vermeiden lassen, die anfällig sind für kondensierende Feuchte, Wärmebrücken oder Rissbildungen.
Der Porenbeton-"Baukasten" umfasst Plansteine und Planelemente unterschiedlicher Dicken für tragendes und nicht tragendes Mauerwerk. Für nicht tragende Innenwände stehen Plansteine und Planbauplatten. Bewehrte Dach- und Deckenplatten sowie Stürze, U-Schalen und Rollladenkästen vervollständigen die Bausätze. Porenbeton-Plansteine sind für die schnelle und problemlose Verarbeitung "von Hand" gedacht. Da die mit Nut und Feder versehenen Plansteine äußerst geringe Maßtoleranzen von nur 1,0 bis 1,5 Millimeter aufweisen, werden sie zeitsparend nur in der Lagerfuge mit Dünnbettmörtel vermauert - oder besser gesagt: verklebt.
Ein Faktor, der ganz wesentlich die Bauzeit und damit auch die Baukosten beeinflusst, ist das im Vergleich zu traditionellen Mauersteinen größere Steinformat: Für einen Quadratmeter Wandfläche werden bis zu einem Viertel weniger Steine benötigt - nämlich acht statt 32 Steine.
Text: EcoText International
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