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Strapazierfähigkeit von Holzfußböden

Härte und Strapazierfähigkeit eines Parketts werden von drei Faktoren beeinflusst: Holzart, Holzschnitt und Oberflächenbehandlung.

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Massivholzboden

  • Holzart: Von Natur aus sind Holzarten unterschiedlich hart. Die Empfindlichkeit von Parkett gegen Druckstellen wird mit der Brinellmethode gemessen. Unter den Harthölzern haben Tropenhölzer hohe Werte (Jatoba 7,0 u. Merbau 4,9). Die deutsche Eiche erreicht eine Härte von 3,7, Ahorn hat 3,0 und eine Erle wird mit 2,1 angegeben. Nadelhölzer sind weiche Holzarten - Kiefer hat einen Wert von 1,6.
  • Schnitt des Holzes: Ein Holzstamm kann in unterschiedlichen Winkeln aufgesägt werden. Das ergibt ein bestimmtes Oberflächenmuster (Maserung), beeinflusst aber auch die Härte. Stehende Jahresringe werden als robustes Industrieparkett oder Holzpflaster eingesetzt und bilden in Form von Hochkantlamellen auch in Privaträumen ein interessantes Design.
  • Oberflächenbehandlung: Der Oberflächenschutz (Lack, Öl, Wachs) eines Parketts bewahrt nicht vor Druckstellen, erhöht aber den Abriebschutz. Grundsätzlich gilt das physikalische Gesetz: je dicker die Lackschicht, desto dauerhafter der Schutz. Moderne Lacke bieten aber auch in 1 bis 2 Schichten schon einen guten Abriebschutz.

Fertigparkett

Fertigparkett erhält seine grundsätzliche Härte von der Holzart, die als oberste Nutzschicht verwendet wird. Da Fertigparkett aber selten renoviert und neu geschliffen wird, ist die Kratzfestigkeit des Oberflächenschutzes wichtiger.

Bereits im Werk werden 5 bis 9 Schichten von Lack oder Öl-Wachs-Kombinationen auf die Bodenelemente aufgetragen und meist unter UV-Bestrahlung gehärtet. Der maschinelle Auftrag ermöglicht eine besonders gleichmäßige Verteilung ohne sichtbare Spuren. Da sich Holz immer leicht bewegt, müssen diese Schichten elastisch bleiben. Trotzdem können die Oberflächen extrem hart sein, wenn dem Lack winzige keramische oder ähnliche Partikel beigemischt wurden.

Korkboden

Für Korkfertigparkett gelten die gleichen Anforderungen an die Kratzfestigkeit und den Abriebschutz wie bei Fertigparkett. Allerdings müssen die Lacke hier noch elastischer sein, da Kork eine weiche, nachgebende Oberfläche besitzt.

Laminatboden

Laminatböden werden, je nach Preislage, mit qualitativ unterschiedlich harten und feuchteresistenten Trägerplatten ausgestattet. Die Oberfläche wird durch ein widerstandsfähiges, hoch abriebfestes Overlay geschützt. Dabei handelt es sich um eine Art Lackfolie, die über das melaminharzgetränkte Dekorpapier gelegt und untrennbar mit ihm verpresst wird. Dieses transparente Overlay bestimmt die Strapazierfähigkeit und Eignung eines Laminatbodens.

Die Nutzungsklassen 21-23 sind für eine private Beanspruchung in der Wohnung vorgesehen, die Klassen 31-33 erlauben mäßigen bis starken Publikumsverkehr im Gewerbeobjekt und öffentlichen Gebäuden. Die Abriebklassen(AC3-AC5) haben eine vergleichbare Staffelung.

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