Härte und Strapazierfähigkeit eines Parketts werden von drei Faktoren beeinflusst: Holzart, Holzschnitt und Oberflächenbehandlung.
Fertigparkett erhält seine grundsätzliche Härte von der Holzart, die als oberste Nutzschicht verwendet wird. Da Fertigparkett aber selten renoviert und neu geschliffen wird, ist die Kratzfestigkeit des Oberflächenschutzes wichtiger.
Bereits im Werk werden 5 bis 9 Schichten von Lack oder Öl-Wachs-Kombinationen auf die Bodenelemente aufgetragen und meist unter UV-Bestrahlung gehärtet. Der maschinelle Auftrag ermöglicht eine besonders gleichmäßige Verteilung ohne sichtbare Spuren. Da sich Holz immer leicht bewegt, müssen diese Schichten elastisch bleiben. Trotzdem können die Oberflächen extrem hart sein, wenn dem Lack winzige keramische oder ähnliche Partikel beigemischt wurden.
Für Korkfertigparkett gelten die gleichen Anforderungen an die Kratzfestigkeit und den Abriebschutz wie bei Fertigparkett. Allerdings müssen die Lacke hier noch elastischer sein, da Kork eine weiche, nachgebende Oberfläche besitzt.
Laminatböden werden, je nach Preislage, mit qualitativ unterschiedlich harten und feuchteresistenten Trägerplatten ausgestattet. Die Oberfläche wird durch ein widerstandsfähiges, hoch abriebfestes Overlay geschützt. Dabei handelt es sich um eine Art Lackfolie, die über das melaminharzgetränkte Dekorpapier gelegt und untrennbar mit ihm verpresst wird. Dieses transparente Overlay bestimmt die Strapazierfähigkeit und Eignung eines Laminatbodens.

Die Nutzungsklassen 21-23 sind für eine private Beanspruchung in der Wohnung vorgesehen, die Klassen 31-33 erlauben mäßigen bis starken Publikumsverkehr im Gewerbeobjekt und öffentlichen Gebäuden. Die Abriebklassen(AC3-AC5) haben eine vergleichbare Staffelung.