Parkett ist schön, edel und kann kostspielig sein. Eine Menge Geld lässt sich sparen, wenn es selbst verlegt wird. Diese Arbeit ist kein Hexenwerk: Überzeugen Sie sich selbst:

Schwimmend oder wild: Die Methoden des Verlegens
Die Vorbereitung zum Parkettverlegen beginnt bereits vor dem Kauf. Denn neben der Entscheidung für das individuell passende Parkett, spielen Verlegemuster und die Art der Verlegung eine Rolle. Die häufigste Methode ist das sogenannte „schwimmende“ Verlegen von Fertigparkett, bei dem das Parkett nicht mit dem Boden verbunden wird. Selten wird das Parkett auch mit dem Boden verleimt oder bei Massivholzparkett vernagelt. Auch das Muster will vorab gut durchdacht sein, denn neben der späteren Optik spielt dies auch eine Rolle beim Arbeitsaufwand. Das am weitesten verbreitete Legemuster ist der sogenannte „wilde Verband“. Hier werden die Parkettteile um die Hälfte versetzt und ergeben so ein schönes gleichmäßiges und optisch abwechslungsreiches Muster.
Fertigparkett kommt bereits im versiegelten Zustand vom Hersteller und macht so die wenigste Arbeit beim verlegen. Entscheidet man sich für Massivholzparkett, sollte man das Schleifen und Versiegeln des Holzes unbedingt einem Fachmann überlassen, da hier der Laie recht schnell das Parkett ruinieren kann.

Die Vorbereitung beginnt bei der Auswahl der richtigen Werkzeuge. Ein Zollstock und ein Bleistift sollten sowieso dabei sein. Für die Vorbereitung des Bodens benötigt man eine Richtlatte oder Wasserwaage sowie eine Spachtel mit Topf. Zum verlegen selbst ist ein Hammer, ein Schlagholz, und ein Zugeisen nötig, dazu noch eine Säge. Für den Abschluss der Bodenleisten benötigt man noch einen Schraubendreher.
Als Material wird neben dem Parkett noch Ausgleichsmasse für die Bodenvorbereitung, Material zur Trittschalldämmung (beispielsweise Mineralwolle, Polystyrol-Hartschaum aber auch Holzfaserplatten oder Kork) und eventuell eine Folie aus Kunststoff (üblicherweise eine Polyethylen-Folie) als Feuchtigkeitssperre sowie Fußleisten zum Abschluss benötigt. Nicht fehlen darf natürlich der Holzleim zum verlegen.
Hat man alles griffbereit beisammen, kann die eigentliche Arbeit beginnen. Vorher sollte aber das neu erworbene Parkett etwa 48 Stunden in Verlegenähe gelagert werden, damit es sich an das Raumklima anpassen kann. So wird vermieden, dass sich das Parkett nach der Verlegung ausdehnt oder zusammenzieht und so optische Mängel entstehen.