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Tipps und Grundregeln zum Verlegen von Wasserleitungen

Selber machen ist nicht immer einfach

Das Verlegen von Wasserleitungen aus traditionellen Werkstoffen wie Kupfer oder Stahl erfordert ein gewisses handwerkliches Können und ist zeit- und damit durchaus auch kostenintensiv. Je nach Werkstoff braucht es einige Erfahrung beim Löten und Gewindeschneiden und einigen anderen Arbeiten – generell sollte man hier also handwerkliches Geschick oder aber Zeit und Geduld zum Lernen mitbringen. Wer sich dies nicht zutraut, der sucht im Zweifel besser einen Fachmann auf. Eine wesentlich einfacher zu handhabende Alternative sind moderne Trinkwasserleitungen aus korrosionsfestem Kunststoff. Hier gibt es relativ leicht zu installierende Steck- oder Schraubsysteme. Diese sind allerdings im Vergleich zu den Metallleitungen um einiges teurer.

Die alten Leitungen finden

Wasserleitungen verlaufen bei Neubauten meist senkrecht unter und über Wasserentnahmestellen, bei Altbauten kann man sich auf solche Regeln allerdings nicht verlassen. Um mehr Sicherheit zu haben, sollte man Wasserleitungen anhand von Installationsregeln, sichtbaren Abzweigungen und Plänen rekonstruieren. Dazu kann man in vielen Fällen auch Leitungssuchgeräte sinnvoll einsetzen. Metalldetektoren können helfen, Metallleitungen aufzuspüren, heute sind jedoch schon viele Wasserleitungen aus Kunststoff, welches man so nicht orten kann. Insgesamt sollte stets umsichtig und vorsichtig gearbeitet werden, denn hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.

Einbau neuer Leitungen

Kaltwasserleitungen sollten immer unterhalb von Warmwasserleitungen liegen, da die Wärme stets nach oben steigt. Wasserleitungen sollten keinesfalls in Kellerfußböden verlegt werden. Grundsätzlich sind bei nebeneinander angeordneten Entnahmestellen die Absperrvorrichtung für warmes Wasser links, für kaltes Wasser rechts angebracht. Trinkwasserleitungen dürfen auf keinen Fall mit Nichttrinkwasserleitungen verbunden werden. Der Gesetzgeber schreibt Rückflussverhinderer und Geräteanschlussventile mit Rohrbelüftung vor. Sie sind zu verwenden für Swimmingpools, Gartenschläuche sowie für den Anschluss von Spül- und Waschmaschinen. Speziell die in der Kücheninstallation noch häufig verwendeten Verlängerungsschläuche für den Schwenkauslauf sind unzulässig wegen der damit verbundenen Gefahr der Rücksaugung – das Schmutzwasser kann dabei in den Trinkwasserkreislauf zurück laufen. Grundsätzlich sollten deshalb alle Armaturenausläufe in Waschbecken etc. mindestens 20 mm über dem höchsten Schmutzwasserstand liegen.

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