Der Prototyp des Berliner Teams orientiert sich in seiner äußeren Form ganz bewusst an der traditionellen Typologie mitteleuropäischer Wohngebäude. Nach der Sonne ausgerichtet und nach energetischen Aspekten optimiert, besticht das Einfamilienhaus durch klassische Bauelemente wie Satteldach und klare Fensterfronten aber auch durch moderne Gestaltungsmerkmalen wie ein offener und vor allem funktionaler Wohnraum mit zeitgemäßen Möbelkonzept. Die Studierenden schafften einen Baukörper, der durch architektonische Highlights, ökologische Materialien und raffinierte Farb- und Gestaltungskomponenten Wohlfühlklima und Raumqualität vermittelt. Er schafft einen Bezug zur Natur und zur Umwelt und fügt damit sich harmonisch in seine Umgebung ein.

Zwei Lichtachsen, die durchgängig in Nord-Süd- und Ost-West Richtung verlaufen, öffnen den Wohnkörper. Dank ihrer Hilfe lässt sich das Haus, gleichgültig an welchem Ort es steht, nach den vier Himmelsrichtungen ausrichten. Die Achsen bilden ein elementares Designelement, das sich im gesamten Konzept wiederfindet. So definieren sie nicht nur den Grundriss und die Innenraumaufteilung sondern auch die Form und die Struktur der gesamten Gebäudehülle. Als natürliche Lichtquelle ist durch sie die Tageszeit im Inneren jederzeit spür- und sichtbar und betont damit nochmals die Kommunikation des Körpers mit der Sonne. Nachts, bei beleuchtetem Innenraum, vermitteln die Lichtachsen den Eindruck, die tagsüber aufgenommene Sonnenenergie wieder abzustrahlen. Die so geschaffene anmutende und anspruchsvolle Interaktion des Hauses mit seiner Umwelt ist ein besonderes Merkmal des Berliner Entwurfes.
(Fassadenpaneele wurden von Hand einzeln abgeflammt)
Die innovative und zugleich ästhetische Fassadengestaltung aus oberflächlich abgeflammten 1x1 m großen Lärchenholzpaneelen, geben dem Haus sein unverwechselbares dunkles Erscheinungsbild. Die Oberfläche der vorgehängten, hinterlüfteten Fassade wird durch die kontrollierte Behandlung mit a. 180 Grad heißem Feuer auf natürliche Weise versiegelt und verfügt somit über einen perfekten Witterungsschutz und die nötigen positiven Brandschutzeigenschaften.
(PV-und Solarthermie schließen plan mit der Fassade ab)
Die harmonische Integration aller solaraktiven Flächen in das Erscheinungsbild des Gebäudes gelingt dem Team durch den Einsatz neuartiger PV- und Solarthermie-Module. Die auf dem Süddach installierte Photovoltaikanlage besteht aus rahmenlosen, quadratischen Modulen, die durch ihre rein schwarze Optik und den planen Abschluss mit den Fassadenpaneelen ein homogenes Erscheinungsbild schaffen.
Dies gilt ebenso für den maßgeschneiderten Sonnenschutz, der mit weiteren PV-Modulen bestückt und als Faltladensystem ausgeführt ist. Dieses System ist vor den Glasflächen der Süd- und Westfassade montiert. Auch die Solarthermiekollektoren auf der Südfassade des Gebäudes, rechts und links neben den Terrassentüren, sind passend zum Gebäuderaster gefertigt worden.
Die Symbiose zwischen moderner Architektur und innovativer Technologie, aufgelockert durch zwei Lichtachsen und verfeinert durch eine attraktive Farb- und Formgestaltung der Gebäudehülle und des Wohnraumes machen den Prototypen des Berliner Teams „living EQUIA“ zu einem echten Hingucker.