
Sprinkler sind mit einem Rohrnetz aus nicht brennbarem Material wie Kupfer verbunden, das z.B. bei so genannten Nassanlagen mit Wasser gefüllt ist und unter Druck steht. Jeder einzelne Sprinkler ist durch ein Glassfläschchen verschlossen, das als thermischer Sensor dient. Die Glassfläschchen reagieren auf Wärme und zerbersten bei einer vorher genau definierten Temperatur, die üblicherweise 30 Grad C über der maximal zu erwartenden Raumtemperatur liegt. Zerplatzt der Glaskörper, wird der Sprinkler ausgelöst und der Wasserfluss freigegeben, so dass der Brand selbständig gelöscht wird.
Eine Sprinkleranlage ist eine flächenwirksame Löschanlage. Sie wird durch die nach oben strömenden heißen Brandgase ausgelöst.
Das von der Löschanlage freigesetzte Wasser wird durch den Brand erwärmt und verdampft, wodurch dem Brand Energie entzogen wird. Voraussetzung ist, dass das Löschwasser die Brandstelle erreicht. Durch die Vorbenetzung von Bereichen in der Nähe des Brandes wird die Brandausbreitung vermindert, da auch hier zur Verdampfung des Wassers Brandenergie aufgewendet werden muss.
Außerdem werden durch das Löschwasser giftige Rauchgase gebunden - dies ist um so wichtiger, da bekanntermaßen über 80 Prozent aller Brandopfer nicht durch die Flammen sterben, sondern durch giftigen Brandrauch.
Sicherer Schutz durch Sprinkleranlagen
Im privaten Umfeld sind Sprinkleranlagen in Deutschland jedoch anders als in anderen europäischen Ländern wie den Niederlanden oder Großbritannien noch nicht verbreitet. Hierzulande verlässt man sich, wenn überhaupt, auf Rauchmelder, die aber können nur warnen und nicht löschen!
Passiver Brandschutz alleine reicht einfach nicht aus, um Menschen optimal zu schützen. Aktiver Brandschutz durch Sprinkleranlagen kann hingegen erwiesenermaßen Leben retten. Und Kosten spart man auch noch. Denn beim Einbau einer Sprinkleranlage fallen oft viele aufwendige Sicherheitsmaßnahmen wie der Einbau von Brandschutzwänden und -türen weg. Außerdem lassen sich bei den Feuerversicherern auch noch Prämienrabatte von bis zu 65 Prozent erzielen.
Der richtige Werkstoff für ein Sprinklersystem
Sprinkleranlagen lassen sich bei der richtigen Vorplanung auch in Privathaushalten relativ einfach einbauen. Ein Kupferrohrsystem ist hier z.B. ein geeignetes Material. Natürlich müssen dazu bestimmte bauliche Voraussetzung z. B. bei der Deckenhöhe berücksichtigt werden, aber letztendlich lohnt sich der Aufwand.
Eine visuelle Beeinträchtigung des Wohnambientes oder großer Renovierungsaufwand ist nicht wirklich gegeben. Beim Einbau einer privaten Sprinkleranlage im Neubau ist der Aufwand noch geringer. Entsprechend halten sich auch die Kosten in Grenzen, die natürlich in Abhängigkeit von der Größe des Objektes zu veranschlagen sind. Sprechen Sie mit einer geeigneten Sprinklererrichterfirma Ihres Vertrauens oder wenden Sie sich an Ihren Installateur.
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