In Zeiten steigender Energiepreise hilft das Smart Home, den Energieverbrauch langfristig zu verringern. So lassen sich die Kosten um bis zu 30 Prozent senken.
Alle Verbrauchsdaten werden zur Auswertung und Anpassung erfasst und gespeichert.
Das Smart Home als vernetztes System aller Anlagen und Geräte im Haus hilft, die größten Potenziale zum Energiesparen im Haushalt zu erkennen.
Alle Betriebs- und Verbrauchsdaten für Strom, Wasser, Heizöl und Gas werden erfasst und gespeichert. Mithilfe von Diagrammen lässt sich die Entwicklung über das ganze Jahr dokumentieren und vergleichen.
Auf diese Weise wird deutlich, wo sich der Energieverbrauch reduzieren lässt, sodass die Technik effizient ausgerichtet werden kann.
Mit 75 Prozent hat die Heizung den größten Anteil am Energieverbrauch im Haushalt. Hier lohnt sich Energieeffizienz gleich in doppelter Hinsicht: Geringere Heizkosten schonen den Geldbeutel, und ein niedriger Energieverbrauch hilft der Umwelt. In der Hausautomation ist die Heizung über die zentrale Steuerung mit allen Systemen und Elektrogeräten vernetzt. Sämtliche Heizkörper im Haus können individuell auf unterschiedliche Zeiten und Temperaturen eingestellt werden. Ein gutes Beispiel für Energieeffizienz ist die Programmierung von Zeitprofilen für die einzelnen Räume. So wird das Badezimmer nur morgens und abends auf Temperatur gebracht und die Wärme gezielt genutzt.
Die Heizung wird auf Basis von Wetterprognosen programmiert.
Das Smart Home geht noch einen Schritt weiter und „denkt“ mit. Die Wetterstation misst den Luftdruck und die Außentemperatur. Aus den Daten erstellt sie eine Wetterprognose. Falls es doch kälter oder wärmer werden sollte, wird das Programm der Heizung automatisch den neuen Bedingungen angepasst. Weitere Sensoren reagieren auf die Lichtintensität. So fährt die Haussteuerung im Winter rechtzeitig vor Sonnenuntergang die Rollläden herunter, um Wärmeverlust zu verhindern. Im Sommer lassen sich so die Räume angenehm kühl halten – auch das verringert den Energieverbrauch.
Sensoren an Fenstern und Türen senken während des Lüftens die Heizleistung.
Heizenergie kann auch beim ausgiebigen Durchlüften verloren gehen. Das entspricht weder der gewünschten Energieeffizienz noch hilft es beim Energiesparen. Darum erkennen zusätzliche Kontakte an Fenstern und Türen, wenn eine Tür oder ein Fenster geöffnet wird. Nach einer vorher programmierten Zeitspanne regelt die Haussteuerung die Heizkörper im Raum herunter. Erst wenn wieder alle Türen und Fenster im Zimmer geschlossen sind, schaltet sich die Heizung wieder ein. Sensorfühler im Badezimmer überwachen konstant die Luftfeuchtigkeit. Ist diese beispielsweise nach dem morgendlichen Duschen zu hoch, springt die Lüftungsanlage an. So sorgt sie für ein angenehmes Raumklima und hilft, Schimmel zu vermeiden. Das ist Energiesparen auf einfache Art, denn so sind Heizung und Lüftung nie unnötig in Betrieb.
Im gedimmten Zustand verbrauchen Leuchtmittel deutlich weniger Strom. Intelligentes Wohnen verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen. So kann beispielsweise eingestellt werden, dass die Lichtstärke automatisch gedimmt wird, sobald der Fernseher oder der Computer angeschaltet wird. Das reduziert den Energieverbrauch und schafft gleichzeitig Kinoatmosphäre im heimischen Wohnzimmer. Ein kostengünstiger Nebeneffekt: Die verringerte Spannung beim Betrieb im Dimm-Modus schont die Leuchten. So halten sie wesentlich länger.
Für einen schönen Garten rund ums Haus sorgt die automatische Bewässerungsanlage. Verknüpft mit einer Wetteranzeige erkennt die Haussteuerung anhand von Messdaten, ob in den nächsten Tagen mit Niederschlag zu rechnen ist. Sagt die Prognose Regen voraus, verzichtet das Smart Home auf einen unnötigen Einsatz der Bewässerungstechnik und spart so wertvolles Trinkwasser.