
Nicht allein die Dämmung eines Gebäudes trägt zu Energieeinsparungen bei, ebenso bedeutsam ist moderne Heiztechnik. Der Einsatz regenerativer Energie steht heute vielfach im Mittelpunkt, doch auch der Austausch eines veralteten Heizkessels bringt enorme Einsparungen und schont die Umwelt. In vielen Bestandsgebäuden finden sich Kessel, die älter als 20 Jahre sind und längst nicht mehr dem geforderten Standard hinsichtlich sinnvoller Energienutzung entsprechen. Vielfach werden durch alte Heizkessel lediglich 60 Prozent der eingesetzten Energie auch genutzt, während durch den Einsatz neuer Technik eine Ausnutzung von bis zu 90 Prozent in Aussicht gestellt wird.

Eine übliche Heizanlage setzt sich aus abgestimmten Komponenten wie Pumpen, der Kessel und Regeltechnik zusammen. Im Laufe der Zeit nehmen viele Immobilienbesitzer Erneuerungen vor, zu denen meist der nachträgliche Einbau von Thermostaten gehört. Diese Maßnahme allein reicht jedoch längst nicht aus, um aktuelle Standards zu erfüllen.
Ein Heizungsfachplaner kann die Effizienz der Anlage analysieren und Ratschläge hinsichtlich Sanierungsmaßnahmen geben. Als besonders effizient erweisen sich Kombinationen aus einer neuen Heizanlage und entsprechenden Dämmmaßnahmen an der Außenfassade und dem Dach.
Die neue Kesseltechnik bringt besonders hohe Einsparpotenziale. Der Nutzungsgrad von Brennwertkesseln im Vergleich zu einer veralteten Kesseltechnik hat sich um rund ein Drittel verbessert, wobei zwischen Brennwertkesseln und Niedrigtemperaturkesseln unterschieden wird. Beide Varianten sind für Öl- wie auch Gasheizungen einsetzbar.
Immer häufiger entscheiden sich Immobilienbesitzer für erneuerbare Energien. Diese können unter anderem mittels einer Solaranlage, einer Wärmepumpe oder Holzfeueranlagen eingesetzt werden. Die Investitionskosten dieser Anlagen sind meist höher als die einer konventionellen, doch werden für den Einsatz regenerativer Energien auch attraktive Fördergelder vom Staat angeboten.
Heizanlagen, die vor dem 1. Oktober 1978 in Betrieb genommen wurden, müssen laut Energieeinsparvorordnung (EnEV) außer Betrieb genommen werden. Wer energetische Sanierungsmaßnahmen an seinem Gebäude durchführen will, sollte sich frühzeitig mit den unterschiedlichen Möglichkeiten vertraut machen und im günstigsten Fall eine Kombination mehrerer Maßnahmen anstreben. Zu den besonders lohnenswerten Maßnahmen gehört die Dämmung der Gebäudehülle. Orientiert daran sollte die Größe der neuen Heizanlage gewählt werden, um nachhaltig an Energiekosten einzusparen.