Das Wohnumfeld im 21. Jahrhundert muss neuen Anforderungen genügen: Es soll architektonische und technische Grundvoraussetzungen bereit halten, die unser Leben entlasten statt belasten.
Starre war gestern, denn sie langweilt auf Dauer. Was bleibt ist der Wandel. Die kommenden innovativen Wohnobjekte sind diejenigen, die diese Botschaft verinnerlichen und in sich ein breites Spektrum von flexibler Architektur und vernetztem Leben anbieten.
Die Trennung von Wohnen, Arbeiten und Leben wird immer weiter aufgehoben, die Bereiche verschmelzen miteinander. Die Gesellschaft befreit sich von traditionellen Denkmustern und Lebensformen, Bindungen und Gewohnheiten. Private Wertvorstellungen und die Interaktion der Generationen unterliegen einem starken Wandel. Der Trend geht hin zu hoher Lebensqualität, Wellness, Wohlfühlen, den Rückzug ins Zuhause (Cocooning), bis hin zur völligen Veränderung der Arbeitswelten.
Die moderne Architektur muss dem in naher Zukunft verstärkt Rechnung tragen. An zukunftsweisenden Energie- und Verbrauchskonzepte wird ebenso gearbeitet, wie an flexiblen, modulartigen Bauweisen. Es wird sich die Anpassung an die sich wandelnden Bedürfnisse und Notwendigkeiten der Nutzer und Bewohner vollziehen.
Copyright: di-Vision bau-medien-projekte GmbH, Berlin. Alle Rechte vorbehalten. Bild: Jan Bitter. Architektur: Graft.
Bei e-wohnen der zukunft wird der klassische hierarchische Grundriss abgelöst von ineinander fließenden Raumzonen und Kontrasten. Hybride Zonen aus Schlafzimmer, Bad, Wohnzimmer und Küche werden realisiert. Die Badewanne wird zum Bindeglied zwischen Wohn- und Schlafzimmer. Alle intimeren Räume wie Badezimmer, Toiletten, Lagerräume und Zugänge werden von einem skulpturales Wandkontinuum umfasst.
Im e-wohnstandard findet eine Auflösung klassischer Raumfolgen zugunsten ineinander übergehender Wohnlandschaften statt. Des Weiteren bedeutet dies die Aufhebung der Trennung von Innenarchitektur und Möblierung durch Integration von Schrank- und Stauraum einerseits und Sitz- und Liegeplätzen andererseits in die raumbildende Ausstattung.
Es entsteht Wohnraum, der sich den emotionalen Aspekten von Wohnen und Arbeiten, Wohlfühlen, Multifunktionalität und Rückzugsmöglichkeiten annimmt. Die Wohnskulpturen prägen mit ihren integrierten Sitzmöglichkeiten und organischen Formen das Raumbild.
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