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Sie können das ganze Jahr im Grünen verbringen

Ein Wintergarten gibt Ihrem Haus Flair und Atmosphäre. Mit unseren Tipps kann er auch für Sie Realität werden.

Ein Wintergarten von FINSTRAL

Längst hat sich das ursprünglich nur für exotische Pflanzen konstruierte Glashaus zum schicken Wohnambiente mit Flair entwickelt - und immer mehr davon werden jährlich in Deutschland gebaut.

Klimapuffer und Energiesparer

Wintergärten gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Bauweisen. Die Kosten für den Bau liegen ca. zwischen 1.000 bis 1.500 EUR pro Quadratmeter, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Dem Bauherren bieten sich vor allem Baukastensysteme an, die sich dank der vielseitigen Kombinationsmöglichkeiten nach seinen individuellen Vorstellungen erstellen lassen und bei denen der Selbstbauer durch Eigenleistungen erhebliche Baukosten sparen kann.

Welche Materialien sind passend?

Holzkonstruktionen, die auch als Bausätze angeboten werden, sind die preisgünstigste Variante. Holz ist wohnlich und wärmedämmend. Konstruktionen aus Stahl, Aluminium oder Kunststoff sind technisch ausgeklügelter und wirken leichter. Für das Glas empfiehlt sich Zweischeiben-Isolierglas, noch besser ist spezielles Wärmeschutzglas. Es hält die durch die Sonneneinstrahlung gewonnene Wärme lange zurück und verhindert das schnelle Auskühlen. Das Dach sollte ungefähr 45 Grad geneigt sein, so trifft im Winterhalbjahr die tieferstehende Sonne in der Mittagszeit etwa rechtwinklig auf und wird deshalb kaum reflektiert - der Wärmegewinn ist hoch. Im Sommer dagegen wird ein Teil der Strahlen der hochstehenden Sonne abgelenkt und die Luft weniger erhitzt.

Wählen Sie einen günstigen Standort

Nach der jeweiligen Nutzung richtet sich auch der Standort. Soll der Wintergarten beispielsweise als Klimapuffer fungieren, empfiehlt sich eine Anordnung auf der Nordseite des Hauses. Dient er hingegen als botanischer Garten, bietet die Ostseite ideale Lichtverhältnisse für die Pflanzen. Als beliebteste Variante erweist sich jedoch die Ausrichtung gen Süden, die für reichlich Sonneneinstrahlung sorgt.

Diese Rolle spielt die Belüftung

Kippfenster, Schiebe- oder Falttüren verhindern Hitzestaus und somit die Bildung von Schwitzwasser, Ventilatoren sorgen für zusätzliche Kühlung bei direkter Sonneneinstrahlung.
Wer den Anbau eines Wintergartens auch aus ökologischer Sicht in Erwägung zieht, kann den Wärmegewinn als zusätzliche Energiequelle nutzen. Wärmespeicher aus Wasser oder Steinen können durch die einfallenden Sonnenstrahlen aufgeheizt werden, Ventilatoren verteilen die sich stauende Warmluft und beheizen so die anliegenden Räume. Soll das Dach des Glasanbaus ebenfalls ökologisch sinnvoll genutzt werden, können Sonnenkollektoren, die gleich beim Bau angebracht werden, als zusätzliche Energiequelle fungieren.

Nutzung der Eigenheimzulage für den Wintergarten

Bei einer ganzjährigen Nutzung besteht die Möglichkeit, die staatliche Eigenheimzulage für Ausbauten und Erweiterungen in Anspruch zu nehmen. Die Voraussetzung ist, dass dabei zusätzlicher Wohnraum entsteht, der zum Wohnen geeignet ist. In diesem Fall beträgt die mögliche achtjährige Förderung pro Jahr 2,5 Prozent der Baukosten. Auch die Zulage von jährlich 750 EUR pro Kind wird gezahlt. Allerdings darf die Summe von Kinder- und Eigenheimzulage über den gesamten Förderzeitraum die Hälfte der Ausbaukosten nicht übersteigen.

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