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Brandschutz ist Pflicht

Gebäude werden von zahllosen Elektro- und Datenkabeln durchzogen. Das macht sie anfällig für Brände. Aus diesem Grund sind zahlreiche Brandschutzvorschriften zu beachten. Die gesetzlichen Regeln zum Brandschutz finden sich überwiegend in den bauordnungsrechtlichen Vorschriften auf Länderebene. Dort sind beispielsweise besondere Brandschutzwände vorgeschrieben, die verhindern sollen, dass ein Feuer auf andere Gebäude übergreift. Oder es müssen beschilderte Fluchtwege, Feuermelder, Sprinkleranlagen und Feuerlöscher vorhanden sein. Grundsätzlich obliegt es dem Immobilieneigentümer, sein Gebäude brandsicher und entsprechend den bauordnungsrechtlichen Anforderungen einzurichten.

Brandschutz ist PflichtFeuerlöscher: Die Gebrauchsanleitung sollte man gleich nach der Anschaffung lesen, um zu wissen, wie er funktioniert. ©iStockphoto.com/FANDER09

Rauchmelder

So kann zum Beispiel das Bauordnungsamt dem Vermieter vorschreiben, dass er in dem Gebäude Rauchmelder einzubauen hat. In diesem Fall ist der Mieter dazu verpflichtet, den Einbau der Rauchmelder zu dulden, und er muss die Handwerker für den Einbau auch in die Wohnung lassen. Das gilt sogar, wenn der Mieter bereits selbst Rauchmelder in der Wohnung installiert hat. Der Vermieter muss sich nicht mit den Handwerkskünsten des Mieters begnügen, sondern kann einen Fachmann mit dem Einbau beauftragen. Schließlich muss er gegenüber der Behörde dafür geradestehen, dass die Melder fachmännisch eingebaut wurden (AG Hamburg-Wandsbek, Urteil v. 13.06.2008, Az.: 716C C89/08).

Weitere Schutzmaßnahmen

Neben der Ausstattung der Immobilie kann man weitere Maßnahmen treffen, die das Brandrisiko mindern. Zum Beispiel sollten Keller und Dachboden immer wieder entrümpelt werden. Zudem sollte man auch an Brandstifter denken. Daher ist es empfehlenswert, Dachboden und Keller möglichst verschlossen zu halten. Hilfreich ist außerdem, nur Befugten den Zutritt zu den Mülltonnen zu ermöglichen. Denn der Anblick von herumstehenden Müllsäcken kann Brandstifter regelrecht anstacheln. In vielen Fällen lassen sich Brandstifter schon durch eine intakte Hausbeleuchtung abschrecken. (WEL)

anwalt.de Tipp

Rauchmelder gelten als besonders effektive Sicherheitsinstallationen. Im Falle eines Brandes verschaffen sie den Personen in dem Gebäude einen entscheidenden Zeitvorteil. Das beruht auf einem simplen physikalischen Effekt: Rauch breitet sich schneller aus als Feuer. Daher kann man bei einem Rauchalarm früher auf einen Brand reagieren.

Aufgrund der unvorhersehbaren und schnellen Änderungen in Gesetzgebung und Rechtssprechung kann weder die ImmobilienScout24 GmbH noch die anwalt.de services AG eine Haftung für die juristische Richtigkeit und Aktualität der von anwalt.de gelieferten Inhalte übernehmen.

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Autor: WEL

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