Die Discounted-Cash-Flow-Methode ist besonders bei internationalen Investoren beliebt. Dieses Verfahren der Immobilienbewertung wird oft von großen Investitionsbanken, Beraterfirmen und Wirtschaftsprüfern genutzt, um bei Immobilien die Investitionsentscheidung durch Vergleichbarkeit zu erleichtern. Diese Methode der Immobilienbewertung macht es möglich, den zukünftigen Wert der Investition zum Kaufstichtag zu berechnen. Diesen zukünftigen Wert, d.h. die Rendite, die der Investor erwartet, wird zum Zeitpunkt des Kaufs festgelegt. Sie dient schließlich als Grundlage der gesamten Discounted-Cash-Flow-Rechnung.
Mit der Discounted-Cash-Flow-Methode ist bei gegebenen Renditevorstellungen des Investors der höchstmögliche Kaufpreis der Immobilie erreichbar. Innerhalb dieses Verfahrens der Immobilienbewertung findet eine Diskontierung aller Ein- und Ausgaben auf den Tag der Bewertung statt. Diese werden dann addiert, wobei alle im Zusammenhang mit dem Objekt stehenden Einnahmen positiv und alle Ausgaben negativ gewertet werden. Ist das Ergebnis der Rechnung positiv, würde sich die Investition in die entsprechende Immobilie als lohnend erweisen und den Renditeerwartungen des Investors entsprechen. Je höher das positive Ergebnis ist, desto lukrativer ist die Investition. Die Immobilienbewertung mit der Discounted-Cash-Flow-Methode ist für Investoren in sofern interessant, da sie die Attraktivität einer Immobilieninvestition einschätzt.
Das Problem dieses Immobilienbewertungsverfahren ist, dass subjektive Prognosen, vor allem im Hinblick auf die zukünftige Marktentwicklung, einfließen. Individuelle Einschätzungen z.B. die der Renditeerwartungen des Investors führen zu keinem objektiven Ergebnis im Sinne des Verkehrswertes. Dennoch hebt sich die Discounted-Cash-Flow-Methode bei der Immobilienbewertung von anderen Immobilienbewertungsverfahren ab, da eine exakte Beurteilung des Barwertes der Immobilie unter Berücksichtigung zukünftiger Erträge und Aufwendungen möglich ist.