Trotz vermeintlich gleicher Anforderungen und Bedingungen gründen und führen Frauen immer noch seltener ein Unternehmen als Männer: sie stellen hierzulande zwar ungefähr die Hälfte aller Arbeitnehmer, aber nur ein rund Viertel aller Selbständigen. Dennoch: Verglichen mit der Situation vor drei Jahrzehnten ist dies eine deutliche Verbesserung.
In vielen Bundesländern sind in den letzten Jahren Netzwerke, Initiativen und Projekte zur Förderung von Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen, entstanden. Diese Netzwerke bieten Beratung, Existenzgründungskurse und/oder Qualifizierungskurse und berücksichtigen dabei vor allem den oft schwierigen Spagat zwischen Familie und beruflicher Selbständigkeit.
Je nach Lebensphase und Risikobereitschaft kommt für Frauen der Aufbau ihres Unternehmens in Etappen in Frage: von der Teilzeit- oder Nebenerwerbsgründung hin zur Vollzeit-Unternehmung oder Teamgründung.
Teamgründungen sind bei Frauen selten. Darin liegt ein wesentlicher Unterschied zu männlichen Existenzgründern. Teamgründungen bringen allerdings für Gründer und Gründerinnen viele Vorteile. Fachliche oder kaufmännische Defizite lassen sich auf diese Weise beispielsweise ausgleichen. Mehr Gründungspartner bedeuten auch mehr Eigenkapital, so dass die Finanzierung von notwendigen Anschaffungen leichter möglich ist. Darüber hinaus gibt es für Gründerinnen einige besondere Vorteile: leichtere Kinderbetreuung, weniger Zeitaufwand, weniger Risiko.
Stand: Juni 2006
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