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Neue Wohnformen für das Wohnen im Alter

"Menschen wollen im Alter nicht auf Lebensqualität verzichten, sie wünschen sich altersgerechte Lebensqualität und Komfort. Darin liegen große Chancen für Gesellschaft und Wirtschaft", erklärte Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer in einer Rede anlässlich eines Symposiums "Perspektiven der gesundheitlichen Versorgung älterer Menschen - Empfehlungen der Expertenkommission 'Ziele in der Altenpolitik'" kürzlich in Berlin.

"Ältere und ihr Konsum sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor", so der Staatssekretär. Europaweit werde die Kaufkraft der Seniorinnen und Senioren mit mehr als 30 Mrd. Euro monatlich kalkuliert, für Deutschland sind es allein sieben Mrd. Euro Monat für Monat. "Der 'Silbermarkt' ist ein Wachstumsmarkt. Seniorinnen und Senioren sind eine wachsende Alters- aber auch Konsumentengruppe. Sie achten mehr auf Qualität, Bedienungsfreundlichkeit und Langlebigkeit. Deutschland kann Vorreiter auf diesem Markt werden, wenn Unternehmen rechtzeitig ihre Produkte und Dienstleistungen an den Bedürfnissen älterer Menschen ausrichten. Für ältere Menschen entwickelte Produkte und Dienstleistungen sind häufig auch für jüngere attraktiv. Denn Komfort kennt keine Altersgrenzen."

Auch der Wohnungsmarkt wird sich mit dem demografischen Wandel verändern. Neben dem Wohnen in der eigenen Wohnung und dem Wohnen im Heim werden sich neue Wohnformen als selbständige Säule des Wohnens im Alter etablieren. Die Wohn- und Betreuungsformen, wie z. B. Wohngemeinschaften, müssen sich künftig noch mehr an den Bedürfnissen und Interessen älterer und auch hilfebedürftiger Menschen orientieren. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend leistet Starthilfe für viele innovative Modelle von Wohnformen. Mit den Modellen im Programm "Baumodelle der Alten- und Behindertenhilfe" wird sichtbar, dass mit guten Konzepten dem Selbstbestimmungsbedürfnis hilfebedürftiger älterer Menschen Rechnung getragen werden kann. Deshalb sollen die Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um neuen Wohnformen auch zu einem gleichberechtigten Durchbruch zu verhelfen.

Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 3. März 2005