1. Die Riester-Rente ist keine zusätzliche Absicherung.
Die Riester-Rente ist lediglich dazu gedacht, die künftigen Kürzungen in der gesetzlichen Rentenversicherung abzudecken. Sie benötigen noch eine zusätzliche Altersvorsorge über die Riester-Rente hinaus. Prüfen Sie genau, welche Form für Ihre speziellen Bedürfnisse geeignet ist.
2. Prüfen Sie Ihren Anspruch.
Prüfen Sie, ob Sie überhaupt Anspruch auf die neue staatliche Förderung haben. Bei Ehepaaren reicht es z.B., wenn ein Partner die Anforderungen erfüllt.
3. Machen Sie eine Ist-Aufnahme.
Stellen Sie fest, wie viel Sie jeden Monat z.B. in Sparverträge und Lebensversicherungen einzahlen, und denken Sie darüber nach, ob Sie einen Teil davon für die neue Eigenvorsorge anlegen möchten.
4. Prüfen Sie Ihr sozialversicherungspflichtiges Einkommen.
Sie finden diese Angabe auf der Jahresmeldung Ihres Arbeitgebers zur Sozialversicherung, von der Sie zum Jahresanfang eine Kopie erhalten.
5. Lassen Sie sich beraten.
Jetzt sind Sie gut vorbereitet, um sich von verschiedenen Anbietern beraten zu lassen. Das können z.B. Banken, Sparkassen, Fondsgesellschaften oder Versicherungen sein. Denken Sie daran: Jeder Berater ist verpflichtet, Sie darüber zu informieren, wie hoch die Abschluss- und Vertriebskosten sind, welche Kosten für die Verwaltung Ihrer Geldanlage entstehen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, wenn Sie später zu einer anderen Anlageform oder einem anderen Anbieter wechseln möchten. Unabhängige Beratung erhalten Sie bei den örtlichen Verbraucherzentralen oder bei einem gerichtlich zugelassenen Versicherungsberater.
6. Wählen Sie Ihre Geldanlage.
Ob Banksparplan, Investmentfonds oder private Rentenversicherung. Sie entscheiden, welche Anlageform Sie wählen möchten. Sie müssen nur darauf achten, dass es sich um einen förderfähigen Vertrag handelt. Einen förderfähigen Vertrag erkennen Sie an dem Zusatz "Der Altersvorsorgevertrag ist zertifiziert worden und damit im Rahmen von § 10 a des Einkommensteuergesetzes förderfähig.
7. Nehmen Sie sich die Zeit zum Vergleich.
Lassen Sie sich mehrere Angebote machen und nehmen Sie sich die Zeit, diese gründlich zu vergleichen und sich gegebenenfalls weitere Fragen beantworten zu lassen.
8. Lassen Sie sich die Förderung berechnen.
Lassen Sie sich an Hand Ihres Bruttoeinkommens (Vorjahr) berechnen, wie viel Sie monatlich sparen müssen, um die volle staatliche Zulage zu erhalten. Nutzen Sie für die Berechnung auch die Förderrechner im Internet.
9. Beantragen Sie die Förderung.
Am Ende jedes Jahres schickt Ihnen Ihr Anlageinstitut einen Auszug Ihres Kontos und einen Antrag auf Zulage. In den Antrag müssen Sie Ihr sozialversicherungspflichtiges Einkommen (Vorjahr) und die Anzahl Ihrer Kinder eintragen und ihn an das Anlageinstitut zurücksenden. Die Förderung wird dann unmittelbar auf Ihr Anlagekonto überwiesen.
10. Geben Sie eine Steuererklärung ab.
Bewahren Sie einen Durchschlag des Förder-Antrags für die Steuererklärung auf. Sie können die Ausgaben für die Altersvorsorge beim Finanzamt geltend machen. Dazu gibt es die neue Anlage AV (Altersvorsorge). Das Finanzamt prüft dann automatisch, ob Sie für Ihren Beitrag zur Eigenvorsorge noch Steuern erstattet bekommen.
11. Passen Sie Ihre Sparrate der Erhöhung der Förderung an.
Bis 2008 erhöhen sich alle 2 Jahre die förderfähigen Beträge. Wenn Sie die staatliche Förderung ausschöpfen möchten, müssen Sie Ihre Sparsumme entsprechend erhöhen. Sie sollten Ihre Sparsumme auch immer zu Jahresanfang anpassen, wenn sich Ihr Einkommen im Vorjahr verändert hat.