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Begehbare Kleiderschränke sind kein Luxus mehr

Jeder hat sich als Kind schon einmal im Kleiderschrank versteckt und in der nur durch den Türschlitz schwach beleuchteten Dunkelheit zwischen allerlei Kleidung, Schuhen und Kartons eine neue Welt entdeckt. Als Erwachsener kann man diese Erinnerung jetzt komfortable Realität werden lassen - mit einem begehbaren Kleiderschrank.

Wintermantel oder Anzug?

Die Idee stammt aus Nordamerika, wo es ganz praktische Gründe für die Entwicklung eines gesonderten Raumes für Kleidungsstücke gibt, denn vor allem im extrem kalten nordamerikanischen Winter werden sehr dicke Kleidungsstücke benötigt, die gesammelt kaum in einen normalen Kleiderschrank passen. Es sind aber auch hierzulande einige Gründe für die Anschaffung eines begehbaren Kleiderschranks denkbar, beispielsweise wenn man sehr viele oder nicht faltbare Kleidungsstücke (Anzüge, Jackett usw.) besitzt oder wenn man sich endlich einmal mehr als ein einziges Paar Hosen leisten möchte. Dieses Problem haben bekanntlich nicht nur Frauen und besonders bei Paaren ergibt sich schnell ein erhöhtes Aufkommen an Kleidungsstücken.

Zwischen Schlafzimmer und Küche

Außer im Schlafzimmer kann man einen begehbaren Kleiderschrank auch in anderen Räumen einer Wohnung einrichten. Möglicherweise gibt es in der Wohnung etwa eine ungenutzte Abstellkammer aber nichts zum Abstellen!

Im besten Fall sind die Zimmer einer Wohnung sogar annähernd so geschnitten, dass ein begehbarer Kleiderschrank ein logischer Beitrag für einen optimalen Start in den Tag wäre:

Sie starten vom Schlafzimmer in das Bad, von dort über den begehbaren Kleiderschrank schließlich frisch eingekleidet in die Küche, wo im besten Fall schon der Kaffee fertig ist.

Selbst ist der mann - und die Frau

Ein eigener Raum für Kleidung muss kein Luxusobjekt sein, sondern kann mit relativ wenig Aufwand und preisgünstig vom Heimwerker oder der Heimwerkerin selber gebaut werden. Entsprechende Bauanleitungen finden Sie im Internet.

Dabei muss der begehbare Kleiderschrank nicht vollständig selber zurechtgezimmert werden. Es gibt eine große Auswahl an Schranksystemen, die man selbst zusammenstellen kann: Kleiderstangen, Schubladen, Körbe, Auszüge, Schuhroste, dazu die passenden Dreh-, Falt-, Schiebetür oder einfach ein Vorhang und gegebenenfalls ein Spiegel - Ideen rund um den begehbaren Kleiderschrank gibt es reichlich!

Eine genaue Bauanleitung kann an dieser Stelle nicht stehen, aber allgemein sollten zwei Minimalmaße beachtet werden, die selbstverständlich abhängig von der Körpergröße des Schranknutzers sind: Wenn eine Kleiderstange vorhanden sein soll, dann muss der Schrank eine Tiefe von wenigstens 60 cm haben. Zusätzlich sollte die Breite des Durchgangs nicht weniger als 90 cm (besser: 1 m) betragen, weil es andernfalls Probleme beim Bücken geben könnte.
Falls kein passendes Abstellzimmer vorhanden ist, das Schlafzimmer aber über genug Fläche verfügt, dann kann der begehbare Kleiderschrank ohne Maurerarbeiten und unkompliziert mit einer leichten Trennwand vom Rest des Zimmers abgetrennt werden. Sie benötigen eigentlich nur ein Ständerwerk aus Metallprofilen, die mit Trennwänden aus Gipskarton verkleidet werden: U- und Z-Profile aus Metall werden im Boden, in die Wände und der Decke verschraubt, die passenden Deckplatten hineingefügt und bevor man sie mit Dämmstoff füllt, wird das Kabelwerk für Beleuchtung dort hinein verstaut. Wenn eine Tür erwünscht ist, dann kann der Türrahmen leicht im Ständerwerk befestigt werden - fertig.

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