
So wird es eine Küche nach Maß
Die Küche ist das Herzstück einer jeden Wohnung. Sie ist Kommunikationszentrale und Kochbereich zugleich. Damit man sich in der Küche rundum wohl fühlt, sollte man bei der Planung systematisch vorgehen.
Für eine gut funktionierende Arbeitsküche sollte der Raum mind. 8 bis 10 Quadratmeter groß sein. Eine Küche mit einem geräumigen Essplatz benötigt mindestens 12 Quadratmeter und für eine Wohnküche – eventuell mit einer frei stehenden Kochinsel – sollten ca. 15 bis 20 Quadratmeter einkalkuliert werden.
Eine zweizeilige Küche freut sich über eine Raumbreite von mindestens 2,40 Meter, damit man zwischen den geöffneten Türen der Unterschränke noch laufen kann. Für eine Küchenzeile in U-Form sollte der Raum mindestens 2,70 Meter breit sein.
Zutaten werden aus Vorrats- oder Kühlschrank geholt, an der Spüle und auf einer Arbeitsfläche vorbereitet und gekocht. Rechtshänder erledigen dies meist im Uhrzeigersinn, Linkshänder umgekehrt.
Rechts und links von Spüle und Herd sollte sich daher ausreichend Arbeits- und Ablageflächen befinden – eine Hauptarbeitsfläche von mind. 120 Zentimeter Breite ist dabei optimal.
Laut einer Studie der Technischen Hochschule Darmstadt ist eine Arbeitsplattenhöhe von 95 cm bei einer Körpergröße von 165 cm perfekt – wenn alle Bereiche (Spülen, Kochen, Arbeiten) auf einer Höhe liegen. Dieses Maßstabsverhältnis kann auf jede Körpergröße übertragen werden.
Herd und Spülmaschine sollten aus Energiespargründen von Kühl- und Vorratsschrank entfernt aufgestellt werden.
Bei Küchen ohne Essplätzen benötigt man in der Mindestausstattung zwischen 6-8, in der Normalausstattung 9-11 und in der großzügigen Ausstattung 12-14 Steckdosen. Bei Küchen mit Essplätzen plant man zusätzlich 2-4 Steckdosen ein.
Herd, Spüle und Arbeitsflächen sollten zudem mit separaten Lichtquellen ausgeleuchtet werden. Dabei empfehlen sich als Arbeitslicht so genannte Leuchtstoffröhren, da einzelne Spots unvorteilhaften Schatten werfen. Viele Hobbyköche schwören auf die sogenannten Warmton-Lampen. Montieren Sie die Röhren unter die Oberschränke – eine Blendleiste davor konzentriert die Lichtstrahlen auf die Arbeitsplatte und verhindert, dass sie Ihnen in die Augen blitzen. Für Rechtshänder sollte das Licht von links kommen. Linkshänder benötigen den Lichteinstrahl von rechts.
Massivholz ist beliebt, besitzt aber den Nachteil, dass es gegenüber Schnitten, Hitze undSäuren nicht besonders widerstandsfähig ist. Die Arbeitsplatte muss zudem aufwendig versiegelt werden um allen Hygieneanforderungen gerecht zu werden.
Ihr großer Vorteil liegt jedoch darin, dass man Massivholz im Gegensatz zu vielen anderen Materialien wieder aufbereiten und problemlos weiterverwenden kann.



Besser jedoch schneiden die üblichen Arbeitsplatten aus HPL ab, (High Pressure Laminat). Sie sind hitzefest bis zirka 180 ºC und leicht zu reinigen, allerdings lassen sich Schäden nicht ausbessern. Beim widerstandsfähigen Granit sollte man darauf achten, dass er feinporig und hochwertig poliert ist, sonst bleibt Schmutz in den Poren hängen und das Putzen wird lästig. Edelstahl ist zwar unempfindlich, verkratzt aber beim Kontakt mit Topfkanten und Messern und braucht bei Wasser mit hohem Kalkgehalt viel Pflege, damit die Oberfläche schön glänzt.
Perfekt für Hobbyköche sind Arbeitsplatten aus Mineralwerkstoff. Sie sind pflegeleicht und widerstandsfähig. Allerdings liegen sie wie auch Granit am oberen Ende der Preisskala.