
Wenn alle deutschen Haushalte mit modernen, energie- und wassersparenden Geräten ausgestattet würden, könnten hier pro Jahr fast eine Milliarde Euro gespart werden - eine Summe, die dem privaten Geldbeutel und der Umwelt gleichermaßen zugute käme. Und wenn alle zehn Jahre alten Hausgeräte in Europa ausgetauscht würden, ließe sich der CO2-Ausstoß um 18 Mio. Tonnen verringern. Das entspricht 6% der im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen Zielmenge! Rund ein Drittel des häuslichen Stromverbrauchs geht auf das Konto der sog. Weißen Ware, d. h. Kühl- und Gefriergerät, Geschirrspüler, Waschmaschine, Backofen. Da lohnt sich die Investition in besonders energiesparsame Geräte; die höheren Anschaffungskosten holt man über die günstigeren Betriebskosten auf jeden Fall wieder herein. Der zu erwartende weitere Anstieg des Strompreises ist da noch gar nicht eingerechnet. Zum Vergleich ein Beispiel, das u. a. von der Energieberatung der Verbraucherzentrale im Jahr 2007 vorgestellt wurde: Der sparsamste Unterbaukühlschrank mit Dreisternefach spart gegenüber dem am meisten Strom verbrauchenden Modell in 15 Jahren insgesamt rund 400 Euro Stromkosten. Der Mehrpreis von 200 Euro ist da eine sehr rentable Investition. Energiesparen ist aber nur ein Aspekt. Auch der von den deutschen Hausgerätherstellern massiv reduzierte Wasserverbrauch zum Beispiel beim Geschirrspülen ist unter Energiekosten und Umweltschutzgesichtspunkten gleichermaßen äußerst positiv zu bewerten.

Energiesparen beim Kochen und Backen - auch das ist mit modernen Geräten selbstverständlich möglich. Die Stromersparnis eines Elektroherds wurde seit 1999 um rund 30 % reduziert. Wer ein Dampfgargerät einsetzt oder seine Küche mit moderner Induktionstechnik ausstattet, kann noch günstiger arbeiten.

Die Energiebilanz beim Geschirrspülen ist unter zwei Aspekten zu betrachten: Energie- und Wasserersparnis - wobei beides zusammenspielt, denn je weniger Wasser benötigt wird, umso weniger muss aufgeheizt werden. Einsparpotenzial: ca. 35 % Energieersparnis und ca. 50 % Wasserreduzierung

Kühlen und Gefrieren zusammen verursachen ein Fünftel des Energieverbrauchs im Haushalt. Umso nachhaltiger macht sich der Kauf moderner effizienter Geräte im Geldbeutel bemerkbar. Um der hohen Energieersparnis beim Kühlen/Gefrieren gerecht zu werden, wurde das EU-Energieeffizienzlabel um die Klassen A+ und A++ differenziert.
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