Wer eine Bestandsimmobilie, einen Neubau oder eine Eigentumswohnung erwerben möchte, sollte genau wissen, welche Kosten beim Immobilienkauf auf ihn zukommen. Ein Überblick, worauf Sie achten sollten.
Beim Immobilienkauf wird nicht nur der Hauspreis für das Wunschobjekt fällig, vielmehr kommen auf den Käufer durch den Erwerb und für die Immobilienfinanzierung weitere Kosten zu. Diese können zwischen fünf und zehn Prozent der Kaufsumme zusätzlich betragen. Nur wer alle Kostenfaktoren in seinen Finanzierungsplan einkalkuliert, kann wirklich errechnen, welche Immobilie er sich leisten kann.
Beim Immobilienkauf alle Kostenfaktoren im Finanzierungsplan berücksichtigen.
Der Makler verlangt für die Vermittlung einer passenden Immobilie eine Provision – vorausgesetzt, der Kaufvertrag kommt zustande. Üblich sind fünf bis sieben Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Mit etwas Glück lässt sich das Traumhaus auch ohne einen Makler finden. Ohne Notar geht es allerdings nicht. Denn rechtskräftig wird der Immobilienkauf erst, wenn er notariell beglaubigt ist. Der Notar wickelt den Kaufvertrag ab und veranlasst, dass der neue Eigentümer ins Grundbuch eingetragen wird. Die Notarkosten sind in einer Gebührenordnung festgelegt und orientieren sich an der Kaufsumme. Durchschnittlich liegen sie bei etwa einem Prozent vom Kaufpreis. Gebühren werden auch für die Eintragung ins Grundbuch fällig. Die genauen Kosten sind regional unterschiedlich und können vorab beim Grundbuchamt erfragt werden. Die Grunderwerbsteuer ist ein weiterer Posten bei der Aufstellung der Kaufnebenkosten. Sie wird beim Immobilienkauf fällig und liegt, je nach Bundesland, zwischen 3,5 und 5 Prozent der Kaufsumme.
Ein Immobilienkauf ist für die meisten Menschen der größte finanzielle Schritt ihres Lebens. Nur die wenigsten Bauherren können eine Immobilie sofort komplett bezahlen, üblicherweise wird ein Kredit für die Finanzierung aufgenommen. Bei der Immobilienfinanzierung fallen Kosten für die Beratung und für die Bereitstellung des Kredites an. Außerdem lässt die Kredit gebende Bank als Absicherung eine Grundschuld im Grundbuch eintragen. Wie hoch die Finanzierungsnebenkosten ausfallen, können Sie sich von Ihrem Kreditinstitut ausrechnen lassen.
Von Anfang an finanzielle Reserven für Reparaturen und Modernisierungen bilden.
Der Wert der Immobilie ist entscheidend, vor allem, wenn man sie später vielleicht wieder verkaufen will. Um einen Wertverlust zu vermeiden, sollte eine finanzielle Reserve für Reparaturen und Modernisierungen aufgebaut werden. Zusätzlich zu den Kreditraten sollten Immobilienkäufer monatlich Geld für die Instandhaltung beiseitelegen. Als Richtwert gilt: Käufer eines Neubaus sollten rund 50 Cent pro Quadratmeter, Käufer eines Altbaus mindestens das Doppelte zurücklegen. Bei 150 Quadratmetern Wohnfläche sind das: 900 bis 1800 Euro im Jahr.
Vor dem Kauf einer Immobilie prüfen, ob der Kaufpreis angemessen ist.
Ob der Preis beim Immobilienkauf überhaupt angemessen ist und wie sich der Wert entwickeln wird, ist für Laien schwer einzuschätzen. Deshalb sollten Sie sich von einem Sachverständigen beraten lassen. Eine entscheidende Rolle für den Wert einer Immobilie spielt die Lage. Oftmals sind Immobilien in begehrten Lagen wie Trendvierteln oder beliebten Nachbarschaften deutlich teurer als vergleichbare Objekte an anderen Standorten. Weitere Faktoren sind der Zuschnitt, eine günstige Verkehrsanbindung, Ausstattungsmerkmale und der Zustand der Immobilie. Einen Anhaltspunkt für den Immobilienwert gibt die Ermittlung des Verkehrswertes. Dieser wird anhand von Grundstücksgröße, Bauvolumen und Zustand berechnet. Allerdings ist dieser nicht immer identisch mit dem tatsächlichen Verkaufspreis. Je nach Nachfrage kann die Kaufsumme beim Immobilienkauf deutlich sowohl nach unten als auch nach oben abweichen. Generell gilt, dass die Marktnachfrage den Preis bestimmt. Prüfen Sie den Wert der Immobilie: Immobilienbewertung
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