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Informationen über indirekte Anlagemöglichkeiten

Vor- und Nachteile der indirekten Anlage:

Informationen zu Fonds

Immobilienfonds und Reits 

Die indirekte Immobilienanlage spielt sich in Deutschland vor allem in offen Immobilienfonds, und seit Neuestem auch vermehrt in REITs (Real Estate Investment Trust) ab.

Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds ermöglichen es auch Kleinanlegern, ihr Geld in Immobilien zu investieren.
Der Gewinn der offenen Immobilienfonds ergibt sich aus den Mieteinnahmen und der Wertsteigerung, die die Gebäude - in erster Linie Gewerbeimmobilien - erreichen.

Gewinne werden einmal jährlich ausgeschüttet, der Teil des Gewinnes, der sich aus der Wertsteigerung ergibt, ist steuerfrei. Der Gewinn aus Mieteinnahmen muss wie andere Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuert werden.

Für Anleger bedeutet das Investment in offene Immobilienfonds meist wenig Risiko: Das Fondsvermögen muss in mindestens 15 unterschiedliche Objekte investiert werden. Um das Risiko zu streuen, gibt es auch noch Beschränkungen für die Anlage in Fremdwährungen und die Anlage in Grundstücke, die noch zu bebauen sind.

Verwaltet wird das Vermögen offener Immobilienfonds von einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG).

Geschlossene Fonds

Geschlossene Immobilienfonds sind in der Regel nicht für Kleinanleger, sondern für Spitzenverdiener geeignet. Der Anleger zahlt eine bestimmte Summe in den Fonds ein und wird dadurch Mitinhaber an einem bestimmten Projekt, meist im Gewerbebereich.
Für geschlossene Fonds gibt es einen Platzierungszeitraum, in dem die Investition getätigt werden kann, danach wir der Fonds geschlossen.
Die Steuerersparnis, die früher einen großen Vorteil der geschlossenen Fonds darstellte, wurde vom Gesetzgeber stark eingeschränkt.
Für geschlossene Fonds gibt es keine gesetzlichen Regelungen, ihre Rechtsform ist in den meisten Fällen eine Kommanditgesellschaft (KG). Auch Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) werden oft als Rechtsform gewählt.

Seit 2005 prüft die Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Emissionsprojekte.

Bei geschlossenen Immobilienfonds sollte sich der Anleger vorab gut über die Wertsteigerungsmöglichkeiten des Objektes informieren.
Eine Investition in einen geschlossenen Immobilienfonds kann sehr risikoreich sein, da es keine rechtsverbindlichen Garantien gibt.

REITs

Eine in Deutschland neue Form der indirekten Immobilienanlage sind die REITs (Real Estate Investment Trusts). Dabei handelt es sich um börsennotierte Aktiengesellschaften, die damit dem Aktiengesetz und dem Handelsgesetzbuch unterliegen. Sie sind körperschafts- und gewerbesteuerbefreit. Daher müssen sie auch 90 Prozent des ausschüttungsfähigen Gewinnes an die Aktionäre ausschütten. Diese müssen die Gewinne versteuern.

Für REITs in Deutschland gilt die sogenannte "Streubesitzregelung", die dazu führt, dass auch dieses Modell Kleinanlegern die Möglichkeit bietet, ihr Geld mit relativ wenig Risiko in Immobilien zu investieren.

Vor- und Nachteile von indirekten Anlagemöglichkeiten

  • keine Pflichten wie beim Immobilienbesitz
  • auch kleine Summen können investiert werden
  • meist problemloser An- und Verkauf
  • Sie besitzen kein Eigentum
  • Sie sind meist abhängig von den Marktentwicklungen
  • Sie haben meistens weniger steuerliche Vorteile