Baufinanzierungsrecht
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Bürgschaft, Grundpfandrecht und Co.

So können Sie Ihren Kredit bei der Bank absichern

Banken sind bei der Kreditvergabe wählerisch: Nur wer ihnen als kreditwürdig erscheint, bekommt auch ein Darlehen. Die Bandbreite möglicher Kreditsicherheiten ist groß. Wir haben die wichtigsten übersichtlich für Sie zusammengestellt.

Wenn es um Kreditsicherheiten geht, legen Banken vor allem auf drei Aspekte großen Wert: Sie sollten leicht zu bewerten sein, zudem marktgängig, also jederzeit leicht veräußerbar, und kaum an Wert verlieren. Insbesondere der letzte Punkt ist wichtig: Wenn das restliche Vermögen des Gläubigers schrumpft, sollten die Sicherheiten ihren Wert behalten. Dann sind sie für Banken besonders wertvoll.

Die Bürgschaft: Familie und Freunde in der Pflicht

Ein Bündel Euroscheine in einer Mausefalle

Als Bürgen kommen z. B. Ehepartner, Geschäftspartner oder Verwandte infrage.

Bei einer Bürgschaft haftet eine dritte Person für den Kredit, den der Schuldner bei der Bank aufnimmt. Diese kann dann vom Bürgen die Kreditrückzahlung verlangen, wenn der eigentliche Schuldner zahlungsunfähig sein sollte. Der Regelfall ist die sogenannte Ausfallbürgschaft, bei der die Bank zunächst gegen den Schuldner prozessieren muss, bevor sie den Bürgen zur Kasse bittet. Bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft darf die Bank sowohl den Gläubiger als auch den Bürgen gleichermaßen belangen. Diese Form der Bürgschaft beinhaltet, dass der Bürge sein Geld vom Schuldner der Bank selbst zurückfordern muss. Als Bürgen kommen z.B. Ehepartner, Geschäftspartner oder Verwandte infrage. Vor allem die Ehegattenbürgschaft wurde vom Bundesgerichtshof jedoch in einigen Fällen als sittenwidrig verurteilt, etwa wenn die Ehefrau nur aus emotionaler Verbundenheit zu ihrem Mann als Bürge eingesprungen oder von vornherein bekannt war, dass sie mit der Verpflichtungsübernahme finanziell überfordert sein würde.

Die Patronatserklärung: Konzernmutter haftet für ihre Töchter

Um die Kreditwürdigkeit einer Tochtergesellschaft zu stärken, können Muttergesellschaften für ihre Konzerntöchter bürgen. Die bürgende Gesellschaft ist in diesen Fällen der „Patron“. Verbreitet ist diese Form der Kreditsicherung auch bei öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaften.

Grundpfandrecht: Hypothek und Grundschuld

Eine Hand hält Euroscheine in Richtung eines Hauses.

Bei einer Hypothek überschreibt der Kreditnehmer das Grundpfandrecht an die Bank.

Zu den wichtigsten Grundpfandrechten gehören die Hypothek und die Grundschuld. Bei der Hypothek überschreibt der Kreditnehmer das Grundpfandrecht an einem Grundstück, Erbbaurecht oder einer Immobilie an die Bank. Bei Zahlungsverzug kann der Kreditgeber das Grundstück oder die Immobilie dann zwangsversteigern und sich aus dem Erlös bedienen. Dabei gilt: Wer mit seinem Grundpfandrecht an erster Stelle im Grundbuch steht, mahlt zuerst. Entsprechend bestehen viele Banken auf der sogenannten erstrangigen Eintragung.

In der Praxis viel weiter verbreitet ist die Eintragung einer Grundschuld ins Grundbuch. Im Unterschied zur Hypothek, die immer an eine ganz bestimmte Forderung der Bank gekoppelt ist, kann bei dieser Form von Grundpfandrecht die Grundschuld zur Absicherung beliebiger Kredite verwendet werden. Das bedeutet normalerweise auch, dass sie nicht automatisch gelöscht wird, wenn der Kreditbetrag getilgt wurde.

Abtretung: Forderung gegen Kredit

Handschlag zwischen zwei Männern im Anzug

Viele Kreditverträge sehen die Abtretung des Lohns oder Gehalts vor.

Bei der Forderungsabtretung oder Zession tritt der Gläubiger seine Forderungen, die er an Arbeitgeber oder Kunden hat, als Sicherheit an die Bank ab. Viele Kreditverträge sehen die Abtretung des Lohns oder Gehalts von Angestellten vor. Auch für Selbstständige ist die Abtretung von Forderungen ein sehr wichtiger Baustein, um überhaupt einen Kredit zu erhalten. Die Forderungsabtretung aus einer Versicherung kann bei der Kreditabsicherung – insbesondere beim Immobilienerwerb – eine große Rolle spielen. Hierzu gehören beispielsweise Restschuldversicherungen oder eine Risikolebensversicherung zur Abdeckung des Todesfallrisikos.

Lombardkredit und Verpfändung: kurzfristige Finanzspritze

Der Lombardkredit ist ein kurzfristiger Realkredit und an die Übergabe einer bestimmten Sache gebunden. Dies geschieht über eine Verpfändung, bei der die Sache tatsächlich in den Besitz des Gläubigers übergeht, obwohl der Kreditnehmer rechtlich der Eigentümer bleibt. Beliebt ist vor allem der Wechsellombard, bei dem Wertpapiere verpfändet werden. Bei der Sicherungsübereignung kann der Kreditnehmer das übereignete Gut weiterhin nutzen: Er bleibt also der Besitzer und überträgt dafür der Bank die Eigentumsrechte, und zwar in Form eines Besitzkonstitutes. Insbesondere bei Maschinen oder Fahrzeugen ist diese Kreditabsicherung für den Kreditnehmer besonders vorteilhaft, weil er auf die Produktionsmittel nicht verzichten muss.

Negativerklärung: schriftliche Verpflichtung

Wenn ein Kreditnehmer eine Negativerklärung abgibt, verspricht er damit dem Kreditgeber, dass er ohne dessen Einwilligung keine bedeutenden Vermögensgegenstände veräußern oder beleihen wird. Aufgrund dieser auch als Negativklausel bezeichneten schriftlichen Absichtserklärung wird auf einen kostspieligen Grundbucheintrag verzichtet.

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