Lexikon Baufinanzierung
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Abschreibung - degressive

Unter einer degressiven Abschreibung versteht man eine Abschreibungsform bei der die Beträge der Absetzung für Abnutzung (AfA) sich aus einem Absetzungssatz, also prozentual, berechnen. Dies hat zur Folge, dass die AfA nicht linear in gleichbleibenden Abschreibungsbeträgen erfolgt, sondern ein Gebäude in langsam kleiner werdenden Abschreibungsbeträgen von der Steuer abgesetzt werden kann.

Die degressive Abschreibung bietet besonders in den ersten Jahren nach Anschaffung der Immobilie den Vorteil, dass die Abschreibungsbeträge sehr viel höher sind als bei der linearen Abschreibung. Immobilien, die nach dem 01.01.2006 gebaut oder gekauft wurden, können nicht mehr degressiv abgeschrieben werden. Es gab für Wohn-und Betriebsgebäude unterschiedliche Abschreibungssätze, die in den Anschaffungsjahren teilweise bei zehn Prozent lagen und somit dem Eigentümer in den ersten Jahren einen hohen steuerlichen Effekt boten. Um in den Genuss der degressiven Abschreibung zu kommen, musste der Immobilienbesitzer der Bauherr sein oder das Objekt im Jahr der Fertigstellung erwerben. In besonderen Einzelfällen kann ein Gebäude noch unter die Richtlinien der degressiven Abschreibung fallen, dies muss jedoch im Einzelnen nachgeprüft werden.

Die Vorteile der degressiven Abschreibung liegen auf der Hand. Mit dieser Abschreibungsmethode amortisiert sich ein Großteil der investierten Gelder binnen weniger Jahre. Bei der degressiven Abschreibung, sowie auch  bei der linearen Abschreibung, dürfen jedoch nur die Kosten für das Gebäude selbst abgeschrieben werden. Die Grundstückskosten nach der Bodenrichtwert-Tabelle müssen vorher abgezogen werden. Maklerprovisionen werden anteilig für das Gebäude berechnet und von den Finanzämtern mit berücksichtigt.