Musterhäuser

Welcher Haustyp soll es werden?

Wer sich entschlossen hat ein Haus zu bauen oder zu kaufen, muss sich aus einer Vielzahl von möglichen Haustypen für einen entscheiden. Da dies eine weitreichende Entscheidung darstellt, sind Musterhäuser eine gute Möglichkeit, einen Einblick in mögliche Hausvarianten zu bekommen. Der künftige Hausbesitzer muss sich entscheiden, ob er ein Einfamilienhaus beziehen möchte, ein Reihenhaus, eine Doppelhaushälfte oder ob eine Eigentumswohnung ausreichend ist. Auch bei den Bauweisen gibt es erhebliche Unterschiede. Die meisten Häuser werden heute als Fertig- oder Massivhäuser angeboten, aber auch hierbei gibt es Variationsmöglichkeiten, was die Bauweise angeht. 

Wozu dient ein Musterhaus?

Viele Firmen errichten Musterhäuser, um künftigen Besitzern ein besseres Bild des fertigen Hauses zu vermitteln. Ein Musterhaus kann einzeln stehen, oft befindet es sich jedoch mitten in einer Siedlung mit baugleichen oder ähnlichen Häusern, die zum Verkauf stehen. Das Musterhaus ist ein fertiges Haus mit zumeist kompletter Einrichtung. Meist gibt es feste Besichtigungszeiten, in denen auch ein Vertreter der Baufirma anwesend ist, um Fragen zu beantworten und Reservierungen aufzunehmen. Auch wenn es irrtümlich oft als Rohbau betrachtet wird, ist ein Musterhaus viel mehr als ein Rohbau. So wie es ausgestattet ist, könnte es sofort bezogen werden. Und dazu soll es auch die künftigen Besitzer einladen. Durch eine stil- und geschmackvolle Einrichtung, die die Vorteile des Hauses zur Geltung bringt, bekommen Interessenten einen Vorgeschmack darauf, wie es ist, in einem solchen Haus zu wohnen. Auch für eine mögliche spätere Nutzung der einzelnen Räume kann die Besichtigung eines Musterhauses inspirierend sein. Natürlich bemühen sich die Verantwortlichen, das Haus so positiv wie möglich darzustellen. Wer ein Musterhaus besichtigt, sollte also genau hinschauen, damit die schicke Einrichtung nicht über negative Aspekte im Haus hinwegtäuscht. 

Muss mein Haus genauso aussehen wie das Musterhaus?

Ein Musterhaus stellt immer nur einen Vorschlag dar. Wird ein baugleiches Haus gekauft, kann dies oft noch nach individuellen Wünschen angepasst werden. Da das Musterhaus als erstes fertiggestellt wird, um die anderen Bauten zu repräsentieren, ist bei ihnen der Bau meist noch weniger weit fortgeschritten. Für die künftigen Besitzer birgt das den Vorteil, individuelle Wünsche anbringen zu können. Diese können die Raumaufteilung betreffen, aber auch die Positionen von Steckdosen oder Wasseranschlüssen. Auch Sonderwünsche wie etwa die Verlegung von Lautsprecheranschlüssen unter Putz, um eine Dolby-Surround-Anlage ohne sichtbare Kabel zu installieren, können oft berücksichtigt werden. Wird das Musterhaus gekauft, sind nachträgliche Änderungen oft nicht mehr so leicht möglich, da das Haus bereits fertig ist und beispielsweise eine Verlegung von Wasseranschlüssen einen großen Aufwand und damit hohe Kosten bedeuten würde. Dafür ist das Musterhaus oft etwas günstiger als die Häuser, für die es Käufer locken soll. Immerhin kauft man mit dem Musterhaus kein neues, ungenutztes Haus, sondern eine Immobilie, die bereits mehrere Monate fertig ist und schon von zahlreichen Menschen besichtigt wurde. 

Ich habe das Musterhaus besichtigt. Brauche ich dennoch einen Gutachter?

Nicht immer bekommt man als Käufer ein Haus, das dem Musterhaus entspricht. Zahlreiche Baufirmen arbeiten mit irreführenden Verträgen und ungenauen Formulierungen, um spätere Leistungen zusätzlich berechnen zu können. Die Baubeschreibung sollte also genau gelesen werden. Gibt es Änderungen, sollten diese so genau wie möglich formuliert und schriftlich fixiert werden. Sie wird Teil des Bauvertrags und damit das verbindliche Schriftstück, auf das sich Käufer und Baufirma berufen können. Auch Sonderwünsche sollten genau ausformuliert sein, um Missverständnisse zu vermeiden. Für die Fertigstellung gilt: Geschuldet wird nur, was im Vertrag steht. Erwartet der Käufer beispielsweise Schiebetüren an der Terrasse, weil er sie im Musterhaus gesehen hat, im Bauvertrag stehen jedoch Flügeltüren, so muss er diese akzeptieren. Auch Begriffe wie „schlüsselfertig“ oder „bezugsfertig“ können unterschiedlich ausgelegt werden. Es empfiehlt sich, vor dem Abschluss des Vertrags einen Experten hinzuzuziehen. Dies verursacht zwar weitere Kosten, kann sich jedoch schnell auszahlen, wenn dadurch nach der Übergabe des Hauses Ärger und Folgekosten vermieden werden können. Die Sachverständigen wissen, was der Vertrag enthalten sollte und welche Formulierungen so angelegt sind, dass die tatsächliche Fertigstellung Zusatzkosten verursacht. Entsprechende Gutachter können zudem auch schnell herausfinden, ob die Wärmedämmung eines Hauses auf dem neuesten Stand ist oder der Keller wirklich dicht ist. Nur wer genau weiß, was sein Vertrag enthält, kann sicher sein, ein Haus zu bekommen, das dem vorher besichtigten Musterhaus und damit den individuellen Wünschen entspricht. 

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