Bauträger
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Der richtige Bauträger

Wesentliche Kriterien zur Bewertung

Bei der Suche nach einem zuverlässigen und kompetenten Bauträger können Sie verschiedene Kriterien zur Bewertung heranziehen.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Stimmen Preis und Leistung eines Angebotes und wird Ihnen geboten, was Sie sich von Ihrem Bauträger erhofften, so sollten Sie die Zuverlässigkeit, Qualität und Zahlungsfähigkeit dieses Bauträgers vor Vertragsabschluss überprüfen.

Referenzen

Bauträgerbewertung

Informieren Sie sich gut über die Zufriedenheit der jeweiligen Bauträgerprojekte.

Um sich ein Bild von Ihrem Bauträger zu machen besuchen Sie Objekte des jeweiligen Bauträgers, die etwa fünf Jahre alt sind und befragen Sie die Bewohner nach ihrer Zufriedenheit, Mängeln und Besonderheiten des Bauträgers. So erfahren Sie bereits einiges über den Umgang mit dem Bauträger und worauf Sie vielleicht in der Baubeschreibung Ihre Aufmerksamkeit richten sollten. Es gilt in der Regel, je mehr Referenzobjekte ein Bauträger vorweisen kann, um so besser ist seine Erfahrung in der Branche. Ein guter Partner wird Ihnen nicht nur Fotos zeigen, sondern eine Liste mit Anschriften von Referenzobjekten übergeben, aus denen Sie selbst Ihre Ansprechpartner auswählen können.

Vertragspartner

Achten Sie darauf, dass der Verkäufer oder Berater direkt das Unternehmen vertritt, welches letztlich auch Ihr Vertragspartner wird.

Erfahrung und Ruf

Wichtig ist es herauszufinden, ob ein Bauträger bereits länger existiert und schon einige Jahre erfolgreich baut. Dabei spielt der allgemeine Ruf des Unternehmens bei Baufirmen, Banken und Käufern eine entscheidende Rolle. Doch sollten Sie beachten, dass Sie möglichst viele unterschiedliche und vor allem neutrale Auskünfte einholen und nicht einfach nur der Miesmacherei der Konkurrenz auf den Leim gehen.

Qualitätssicherung

Wie wird bei Ihrem Bauträger die Qualität der Ausführung gesichert? Werden diesbezüglich keine Festlegungen des Bauträgers gemacht, so ist dies schlecht. Besser wären da Qualitätszertifikate oder Gütezeichen, die ein Unternehmen erworben hat und die es Ihnen vorweisen wird. Am besten stehen Unternehmen da, die Mitglieder in Gemeinschaften zur Qualitätssicherung sind und deren Qualität von unabhängigen Sachverständigen regelmäßig überprüft wird.

Gewährleistungsfrist

Die Gewährleistungsfrist, die Ihnen geboten wird sollte vier Jahre oder noch besser fünf Jahre betragen. Mit weniger sollten Sie sich nicht zufrieden geben, erst recht nicht, wenn damit ein günstigerer Preis verbunden ist.

Abschlagszahlungen

Um sich finanziell gegenüber dem Bauträger abzusichern, vereinbaren Sie vom Baufortschritt abhängige Abschlagszahlungen, die stets mit einer Teilabnahme verbunden sind. Lässt sich Ihr Vertragspartner darauf ein, so ist das ein Hinweis auf die Seriosität des Unternehmens. Achten Sie aber darauf, dass die Abschlagszahlungen wirklich vom tatsächlichen Baufortschritt abhängen und auch dessen Wert (max. 40% der Gesamtsumme nach der Fertigstellung) entsprechen und nicht bauzeitabhängig vereinbart werden, wobei Sie dann zahlen würden, selbst wenn nicht weiter gebaut wurde!

Sicherheitsleistungen

Letztlich ist die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu erkunden. Weist der Unternehmer seine Zahlungsfähigkeit durch eine Abtretungserklärung über einen mit der Bank abgeschlossenen Darlehensvertrag nach? Oder erbringt er noch besser eine Vertragserfüllungs- und eine Gewährleistungsbürgschaft seiner Bank? Diese Bürgschaften sind enorm wichtig, denn bei einer Insolvenz des Unternehmens kommt die Bank für die Fertigstellung Ihres Hauses auf und sorgt damit dafür, dass die ausführenden Baufirmen nicht ebenfalls Konkurs machen. Es ist wichtig, das im Falle eines Konkurses begonnene Arbeiten von den Baufirmen zuende geführt werden, weil sonst bei längerem Baustop schwere Schäden (z.B. ein halb fertiges Dach bei Sturm, Regen und Schnee) an der Bausubstanz entstehen können. Diese Arbeiten werden jedoch nur bereitwillig ausgeführt, wenn die Firmen zumindest für diese noch ausbezahlt werden. Andernfalls werden die Baufirmen sofort alle Arbeiten einstellen, was für Sie weiteren Schaden bedeutet. Sicherheiten kann der Bauträger von Ihnen ebenfalls verlangen.

Baufertigstellungsversicherung

Eine andere mögliche Art sich zusätzlich abzusichern ist eine Baufertigstellungsversicherung. Sie übernimmt Mehrkosten, die entstehen, wenn ein Bauunternehmen während der Bauphase zahlungsunfähig und ein Insolvenzverfahren eingeleitet wird. Die Mehrkosten ergeben sich aus der Beauftragung eines oder mehrerer anderer Unternehmen zur Fertigstellung. Jedoch verursacht diese Versicherung weitere Kosten zu Ihren Lasten, die zu vermeiden sind, wenn Sie darauf achten, dass der Bauträger seine Sicherheitsleistungen erbringt.

Wirtschaftsauskunfteien

Wollen Sie ganz sicher gehen, so lassen Sie sich diese Auskünfte etwas kosten und beauftragen eine unabhängige Handels- oder Wirtschaftsauskunftei, für Sie Auskünfte über einen Bauträger einzuholen. Diese besorgen Ihnen innerhalb kurzer Zeit gegen ein Honorar von 170- 300 EUR verlässliche Auskünfte zur wirtschaftlichen, geschäftlichen und schuldnerischen Situation eines Unternehmens.

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